ptbs behandlung

Hilft Medizinisches Cannabis Bei PTBS ?

Ein Standort zur Behandlung von PTBS bei Militärveteranen wurde am 1. Oktober 2016 in Edmonton, Alberta, von “Marijuana for Trauma” – einem kanadischen Unternehmen für medizinisches Cannabis- eröffnet. Der Laden gehört und wird von einem Veteranen, betrieben. Dessen zweite Dienstreise in Afghanistan führte zu einer kampfbedingten PTBS, die er mit medizinischem Cannabis behandelt. Laut Henry erlaubt medizinisches Cannabis Menschen, die mit PTBS kämpfen, ihr Trauma zu verarbeiten.



Cannabis Bei PTBS: Verwalten Der Erlernten Angstzustände

PTBS und viele andere Angststörungen werden wesentlich durch das Lernen von Angst beeinflusst, was die Forschung immer wieder bewiesen hat. Zu ungünstigen Zeiten können Kampf- oder Fluchtreflexe durch erlernte Angst aus einem traumatischen Erlebnis ausgelöst werden.

In einem sicheren und normalen Einkaufszentrum zum Beispiel könnte eine kleine Tasche einen Soldaten in Panik versetzen. Beispielsweise weil er oder Kameraden von einer explodierenden Tasche verletzt wurden. Veränderungen in der Gehirnchemie können auftreten, verursacht durch Stress und Adrenalinspiegel, die aus dem Gleichgewicht geraten.

THC in der Medizin

Cannabinoidmangel Kann Ein Auslöser Sein

Die Deaktivierung von traumatischen Erinnerungen kann durch kürzlich identifizierte CB-1-Speicher signalisiert werden. Ein Endocannabinoidmangel wurde bei Menschen mit PTBS festgestellt. Dieser Mangel an Endocannabinoiden hinterlässt theoretisch eine Lücke, die durch die Cannabinoide aus medizinischem Cannabis gefüllt werden kann.

Unerwünschte Nebenwirkungen werden oft von denjenigen erlebt, die normalen Medikamente gegen PTBS einnehmen, die in der Regel nur eine vorübergehende Linderung bieten.

Das Interesse für eine mögliche medizinische Anwendung wurde durch das ungiftige CBD (Cannabidiol) geweckt, aber auch der wichtigste psychoaktive Bestandteil der Pflanze, THC (Tetrahydrocannabinol), wurde untersucht. Über die verschiedenen genetischen Linien von Cannabis hinweg – und sogar zwischen einzelnen Pflanzen – können die Konzentrationen beider Verbindungen sehr unterschiedlich sein.

Cannabis Bei PTBS Kann Ängste Und Depressionen Lindern

Die Verwendung von medizinischem Cannabis zur Behandlung von Angst und Depressionen kann man sagen, dass es sowohl positive als auch negative Ergebnisse hat, je nachdem, welche Studien Sie lesen. Die Symptome wurden bei einigen Personen mit PTBS signifikant reduziert. Allerdings wurden die Symptome bei anderen Personen verstärkt, und Probleme mit Paranoia können durch das Medikament verschlimmert werden.

Es ist wichtig, zu beachten, dass ähnliche gegensätzliche Effekte in den Mainstream-Medikamenten gefunden wurden, die von Ärzten für PTBS verschrieben wurden. Es ist von größter Wichtigkeit, Ihren Arzt zu konsultieren, bevor Sie eine Behandlung Ihrer PTBS in Betracht ziehen. Da jeder Fall anders sein kann und möglicherweise eine weitere Pflege erfordert.

SSRI Und Andere Antidepressiva Können Wirken – Müssen Es Aber Nicht

So können beispielsweise Symptome von Depressionen und Angstzuständen durch Antidepressiva (SSRI) verstärkt werden. Selbstmordgedanken und -verhalten können sogar durch einige dieser Medikamente hervorgerufen werden. Die Forschung zu medizinischem Cannabis und Selbstmord hat noch keinen endgültigen kausalen Zusammenhang gefunden.


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1 Kommentar zu „Hilft Medizinisches Cannabis Bei PTBS ?“

  1. Ich bin bereits in der Grundschule, durch Grübeln und aus dem Fenster schauen, aufgefallen.
    Geprägt ist meine Kindheit durch Streit meiner Eltern und später durch extreme Vernachlässigung meiner
    alleinerziehenden, alkoholkranken Mutter. Unsichere Situationen, wie Umzug und Armut, haben nicht positiv beigetragen. Im Prinzip ergaben sich keine stabilisierenden Faktoren. Im Gegenteil. Ich empfand über Jahre, das Leben und vieles, was für andere normal ist, einfach als Bedrohung. Über Jahrzehnte wurde mein Zustand nicht erkannt, obwohl ich immer und schon sehr früh beschrieb, wie mich wiederkehrende Erinnerungen zu unpassendem Verhalten führen. In der Arbeit, zum Beispiel, hatte ich das Glück, meistens allein zu arbeiten. Schulungen, also Menschenansammlungen habe ich geschwänzt. Der Chef sagte immer nur, ob ich mir zu fein wäre, teilzunehmen. Ich habe versucht zu erklären, daß solche Veranstaltungen grasser Stress für mich sind. Verbunden mit Schweißausbrüchen, Zittern und Durchfall. Ich bekam Pillen und konsumierte Alkohol, bereits als Kind, um Symptome zu lindern und um wenigstens an Prüfungen teilzunehmen. Im Prinzip habe ich alles Mögliche getan, meine Gedanken zu unterdrücken und mir nicht selber im Weg zu stehen. Bis heute werde ich von Erinnerungen regelrecht verfolgt. Einmal im Rahmen, ein andermal ist es zuviel. Schlafstörungen, Verspannungen und die totale Erschöpfung werde ich nicht mehr los. Ich bin heute 45 und habe immer noch nicht genau herausgefunden, welche Ereignisse mich bremsen oder starke Gefühlsschwankungen auslösen. Sei es ein falsches Wort in der Umgebung, Regenwetter oder eine unerwartete Rechnung. Das Schlimmste sind Menschenansammlungen, die ich nicht vertrage.
    Irgendetwas ist in mir gespeichert, was ein Kopfkino erzeugt. Holt eine Bedrohung das Kopfkino zurück. Oder ist das Kopfkino eine körpereigene Maßnahme, die Bedrohung zu unterdrücken? Jedenfalls hängt vieles vom anderen ab. Allein mein zittern wird hervorgerufen durch Situationen, die mich an etwas erinnern oder in Situationen, wo ich sozusagen ausgeliefert bin! Das Zittern wurde stets als Entzugserscheinung gesehen. Immer. Niemand wollte es als Reaktion einer Angst sehen. Man wird als Alki gesehen und will das Zittern vermeiden. Jeder Versuch es zu vermeiden, verschlimmert es noch.
    Eines kommt zum anderen. Gefestigt, nicht geheilt, hat mich meine jahrelange Ehe. Und meine Kinder!!!! Leider war selbst der Sex oft nur eine Herausforderung.
    Bis es zu meiner Krebserkrankung kam und später zur Scheidung. Wieder eine neue Umgebung, wieder unsicher und nun vermischten sich alte Erfahrungen, die wieder da waren, als wären sie frisch, mit neuen negativen Umständen. Das hat meine letzte Widerstandskraft regelrecht verbraucht und zerstört. Mehrere Medikamente, Ärzte und Therapien haben, wenn überhaupt, nur kurz geholfen. Oft sehnte ich mich nach Erleichterung und wenn es der Tod ist. Ich bin wieder allein, mittellos, wie als Kind. Was hätte ich doch nur besser machen sollen? Eine wichtige Person ist verstorben, die Oma und meine Mutter kam in den Knast.
    Ich habe Interessen verloren und Geburtstag oder Weihnachten ist negativ. Unterhalt nimmt mir finanzielle Möglichkeiten. Ängste, Schmerzen und Gedanken bestimmen meinen Alltag. Jede Tafel Schokolade erinnert mich an den Verlust der Kinder! Jeder Brief vom Jugendamt löscht jeden guten Vorsatz. Leiden meine Kinder genauso, wie ich, an der Trennung der Eltern. Es hört nicht auf. Ich zittere mittlerweile auch, wenn ich allein bin. Früher konnte ich Menschenansammlungen auch mit meinem Auto vermeiden. Heute kann ich mir ein Auto nicht mehr leisten. Wenn ich rausgeh beschränkt sich mein Leben auf das, was ich mit dem Fahrrad erreichen kann. Die Angst da draussen klar zu kommen ist schlimmer denn je.
    Und nun will ich eigentlich mal zum Punkt. Ich hatte, durch mein eher zurückgezogenes Leben, keine Kontakte, die mir regelmäßig Cannabis besorgen konnten. Bis vor etwa zwei Jahren ein Nachbar zuzog. Oberflächige Begegnungen im Hausflur machten diesen Nachbar zu einem sicheren und dauerhaften Lieferant. Erst habe ich viel aufeinmal geraucht, was falsch war, weil andere Tage leer ausgingen. Ich rauche nun kleine Mengen, aber täglich und es stellten sich positive Effekte ein. Ich beobachte das sehr genau. Ich schlafe besser. Durchfall gibt es nicht mehr. Lust auf Sex ist wieder zurück. Ich öffne Briefe wieder sofort. Im Supermarkt, an der Kasse, zittere ich fast gar nicht mehr.Ich sag jetzt nicht, daß es ein Allheilmittel ist, jedoch sind Verbesserungen tatsächlich zu spüren. Auch wenn es berauscht, kann ich dennoch meine Gedanken einfach besser sortieren. Der Alkohol wird immer unwichtiger. Das Beste aber ist, denke ich, ich bin schon mehrmals grundlos rausgegangen und habe mir selbst da draussen einen Kaffee spendiert! Meine Arbeit habe ich sowieso bei der Scheidung verloren. Dort habe ich meine ExFrau kennengelernt. Es ist noch lange nicht soweit, daß ich voller Hoffnung nach vorne denken kann.
    Aber ich habe nach langer Zeit Anzeigen für einen Minijob durchgelesen.
    Es ist nicht klar, ob die Zeit etwas reparieren kann. Wenn mir es nicht möglich ist und war,mich von sämtlichen Erinnerungen zu lösen. Es ist nicht klar, ob der Alk im Weg stand oder in manchen Situationen sogar unterstützt hat. Sicher ist, daß mir weder Sport noch ähnliches, nie jemals etwas bedeutet hätte.
    Möglich ist, daß Cannabis dazu beiträgt, negative Impulse zu unterdrücken. Und damit hätte man Platz für andere Dinge. Zuviel Cannabis allerdings kann gleichgültig machen.
    Eine gezielte Einnahme ist in meinen Augen auf jeden Fall eine Hilfe!
    Nur der Konsument selbst bestimmt, wie und in welchen Mengen,er Cannabis einsetzt. Das ist wohl der Grund, warum es weiterhin nur als Rauschmittel und nicht als Medizin angesehen wird.Zu schwer, zu unterscheiden, ob die Gesundheit oder der Mißbrauch im Vordergrund steht. Zumindest sollte man Menschen, also Patienten, bei denen Cannabis eine Verbesserung verspricht, also denen, die es tatsächlich benötigen, keine Steine mehr in den Weg legen. Ärzte, die Cannabis verschreiben könnten, tun es nicht, weil sie es vielleicht zu leichtfertig tun und damit schnell zum Dealer werden. Vielleicht redet auch die PillenIndustrie zuviel mit. Man könnte sauberes Cannabis in Deutschland selbst günstig herstellen. Man muß einen Patienten nicht ins kriminelle Milieu schicken, wo dort zusätzlich noch anderes Zeug angeboten wird. Ich wünsche mir einen offiziellen Kifferausweis, mit dem in der Apotheke feste Mengen Cannabis abgegeben werden. Eine Person bekommt im Monat beispielsweise 15 Gramm und Stempel drauf, wenn die Menge erreicht ist. Jedes Monat zählt neu. Natürlich darf man im aktiven Rausch kein Auto bewegen. Aber ab wann ist ein Patient wieder fähig zu fahren. Dazu bräuchte man Grenzwerte und einen Schnelltest, die THC-Konzentration im Blut festzustellen und einzuordnen.
    Der Rausch selbst läßt mit der Zeit automatisch nach. Aber Hauptsache muß doch sein, daß das Kraut hilft. Ich hoffe ein Kifferausweis kommt. Damit bräuchte auch nicht jeder mehr, wegen Besitz kleinerer Mengen Cannabis verfolgt werden.
    Ich weis nicht,wie sich mein Zustand und mein Leben verändern wird. Aber ich bin nicht der Erste und bestimmt nicht der letzte, der Cannabis als Chance wahrnehmen möchte. Allein der friedliche Schlaf ist
    ein Erfolg. Ich entschuldige mich, wenn mein Text zu lange wurde. Eigentlich konnte ich mich mit einem Thema früher gar nicht so intensiv befassen.

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