Cannabis Pflanzen Schädlinge & Ungeziefer: Erkennen & Behandeln

Inhaltsverzeichnis

Schädlinge und Ungeziefer sind ein großes Problem für eine Vielzahl von Cannabispflanzen. Es gibt viele Arten von kleinen Lebewesen, welche den Geschmack von Cannabis lieben und das kann bei einem Befall die gesamte Ernte ruinieren. Egal ob Ameisen, Raupen, Wollläuse und Spinnmilben – Sie sind alle Schädlinge, welche die Ernte Start beeinträchtigt oder gar zerstören kann. Der Einsatz von chemischen Pestiziden scheint eine einfache Option zu sein, aber auf lange Sicht kann sie tatsächlich schädlich sein. Die Chemikalien sind wahrscheinlich für das Einatmen oder Verschlucken durch Menschen unsicher, selbst wenn sie das Ungezieferproblem beseitigen.
Daher ist es wichtig, auf organische Mittel zur Abschreckung zurückzugreifen, z. B. die Einführung von “Raubtieren” (Ja, in diesem Fall z.B Marienkäfer). In manchen Fällen ist dies die beste Schädlingsbekämpfung. Obwohl beim Anbau in Innenräumen technisch gesehen weniger Insekten ihr zu Hause finde, sollte man trotzdem immer aufpassen – Auch die eigene Kleidung kann Überträger von Tieren sein.

Blattläuse – Schädlingsbefall

Blattläuse sind eines der lästigsten Probleme, die man beim Anbau bekommen kann, und sie sind manchmal kaum zu bemerken. Diese kleinen, blassen, gelben “Monster” hängen auf der Unterseite der Blätter herum &  saugen die Nährstoffe heraus. Durchschnittlich vermehren sich mit einer Rate von 12 Nachkommen pro Tag. Wenn man Cannabis in Innenräumen anbaut, können Blattläuse den Anbau fast vollständig vernichten, wenn sie nicht bekämpft werden. Draußen jedoch, tendiert die Natur dazu, das Verhältnis auszugleichen. Parasitäre Wespen und Marienkäfer sind Räuber von Blattläusen! Ein guter Indikator für einen möglichen Befall mit Blattläusen ist die Anwesenheit von Ameisen. Ameisen werden von Marihuana an sich nicht angezogen, aber die Blattläuse produzieren einen Nektar, den die Ameisen mögen (wie bereits im Abschnitt davor erwähnt). Wer den Blattlausbefall loswerden möchte, dem stehen eine Reihe verschiedener organischer Mittel zur Verfügung. Die meisten werden in Form von Sprays angeboten.

Ameisen – Anzeichen Auf Schädlingsbefall

Ameisen stellen technisch gesehen keine Bedrohung für die Pflanze da, aber sie sind ein Indikator für eine zugrunde liegende Bedrohung, welche man vielleicht nicht bemerkt.  Sie werden von Cannabis angezogen, nicht weil sie den Geschmack der Pflanze mögen, sondern weil die Blattläuse und Weißen Fliegen, die die Pflanze bevölkern, einen süßen Nektar produzieren, von dem die Ameisen gerne naschen. Wenn man also Ameisen in und um deinen Cannabis-Garten herum siehst, solltest du genauer hinschauen. Trotzdem können die Ameisen und ihre Erdhügel das Wurzelsystem der Pflanzen beeinträchtigen, und du solltest sie entfernen. Dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten, aber Maismehl scheint das wirksamste Mittel zu sein.

Erdraupen – Schädlingsbefall

Erdraupen sind für Anbau am gefährlichsten, wenn er noch jung ist. Setzlinge können von den Erdraupen komplett ausgerottet werden, wenn man nicht aufpasst. Das Schlimmste an den Madenwürmern ist, dass sie nur im Schutz der Dunkelheit arbeiten, so dass man sie vielleicht erst bemerkt, wenn es zu spät ist. Wenn die Spitzen der Setzlinge aussehen, als wären sie abgeschnitten worden, dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass Erdraupen am Werk sind. Es ist jedoch nicht so schwer, den Wurm loszuwerden. Eine Methoden zur Beseitigung der Raupen, ist eine  Umgrabung des Bodens oder das Anpflanzen von Sonnenblumen am Rande des Anbaus. Mit der Bodenbearbeitung kann man die Population mit der Wurzel ausrotten, während die Sonnenblumen die kleinen Biester in Schach halten.

Grillen & Heuschrecken – Schädlingsbefall

Grillen und Heuschrecken können der Pflanze große Probleme bereiten. Sie sind allesfressende kleine Kreaturen, die so ziemlich alles fressen, was man ihnen vor die Nase setzt. Wenn sie unkontrolliert bleiben, kann eine Pflanze zum Hauptnahrungsmittel der Grillen werden. Es gibt viele verschiedene Arten von Grillen (einschließlich Maulwurfsgrillen), welche dem Anbau verheerende Schäden anrichten können. Außerdem sind sie meist nachtaktiv, das bedeutet, dass sie dann fressen, nachdem man zu Bett gegangen ist. Die Beseitigung eines Grillenbefalls ist schwierig, da sie oft schwer zu erkennen sind, aber man sollte sich nicht nur auf auf natürliche Faktoren verlassen. Da einige der Wanzen in Erdhügeln leben, ziehen sie Säugetiere und Vögel an, die sie gerne ausgraben (Outdoor). Das kann sich nachteilig auf die Pflanze auswirken, weil dadurch das Wurzelwerk freigelegt werden kann.

Grille auf cannabispflanze schädling

Raupen – Schädlingsbefall

Raupen gehören zu den gefährlichsten Schädlingen in Ihrer Kultur. Sie sind sowohl gefräßige Fresser und manchmal schwer zu bemerken. Das gilt besonders für den Maiszünsler oder Hanfzünsler. Diese kleinen Kreaturen fressen die Stängel und Halme von innen nach außen. Es ist möglich, dass die Raupen eine ganze Cannabis Pflanze aushöhlen, bis sie tot ist. Andere Raupen, die sich damit begnügen, an der Außenseite der Pflanze zu bleiben, können trotzdem Teile der Pflanze ruinieren, wenn man nicht rechtzeitig reagiert. Praktisch alle Raupen genießen den Geschmack von Marihuana. Das Vorkommen von Raupen wird durch Gottesanbeterinnen und Schlupfwespen eingedämmt, aber man kann auch organische Mittel einsetzen, um die Raupen zu bekämpfen (Indoor)

Minierer / Blattminierer – Schädlingsbefall

Wie zu erwarten, neigen Minierer dazu, die Blätter der Marihuanapflanze nach Nährstoffen “abzubauen”. Sie hinterlassen ziemlich offensichtliche weiße oder braune Streifen auf den Oberseiten der Blätter. Als Erwachsene sehen Blattminierer wie die gewöhnliche Stubenfliege aus, aber sie sind deutlich gefährlicher für die Pflanzen. Sie setzen ihre Larven auf der Unterseite der Blätter ab, und die Larven selbst graben sich dann in die Pflanzen. Die einzige wirksame Methode, diese Kreaturen loszuwerden, besteht darin, sie selbst zu vernichten. Schädlingsbekämpfungsmittel sind unwirksam, und es besteht die Gefahr, dass man ihnen mehr schadet als nützt.

Schmierläuse / Wollläuse – Schädlingsbefall

Schmierläuse (auch Wollläuse genannt) sind kleine, blasse Lebewesen, die sich in den Ritzen der Cannabis Pflanze aufhalten. In kleinen Mengen richten Wollläuse keinen großen Schaden an, aber sie müssen bekämpft werden, wenn ihre Population wächst. Eines der wichtigsten Anzeichen für einen Befall mit Wollläusen ist das Auftreten von weißen, watteartigen Bällen, welche die Wanzen absetzen.

Pilzmücke – Schädlingsbefall

Pilzmücken (Trauermücken) haben keinen besonders freundlich klingenden Namen und dafür gibt es einen guten Grund. Sie können der Cannabis Pflanze möglicherweise großen Schaden zufügen, wenn man nicht aufpasst. Sowohl die Mücke. als auch ihre mikroskopisch kleinen Larven sind dafür bekannt, dass sie Cannabis Pflanzen recht gemütlich finden. Die Larven ernähren sich zunächst von Pilzen an der Basis der Pflanze, dringen aber schließlich in das Wurzelsystem ein. Dadurch verlangsamt sich das Wachstum der Pflanzen und ihre Vitalität nimmt ab.  Die Kontrolle auf Trauermücken ist so einfach wie das Auslegen eines Klebepads in der Nähe der Basis der Pflanze. Jedoch wird dies das Problem nur teilweise beseitigen, da überall noch Larven versteckt sein könnten. Ein Gemisch aus Peroxid und Wasser reicht in der Regel aus, um das Problem zu lösen.

Schnecken / Nacktschnecken – Schädlingsbefall (Outdoor)

Schnecken sind ein häufiges Problem bei Cannabis im Freien. Diese kleinen schleimigen Tiere sind häufige Gäste in Gärten und können eine Pflanze schwer schädigen, wenn sie zu lange sich selbst überlassen werden. Ihre natürlichen Fressfeinde sind Frösche und Kröten, daher sollte man eine Umgebung schaffen, die
die für die Amphibien attraktiv ist. Hier eignes sich die Nähe zu einem Feuchtgebiet, See, Sumpf oder ähnlichem. Wenn das nicht in Frage kommt oder man bereits von Schnecken und Nacktschnecken befallen ist, dann gibt es viele Möglichkeiten, das Problem zu lösen. Offensichtlich ist Salz ein großer Schneckenvernichter, aber man kann auch zu anderen Mitteln zurückgreifen – Bier kann auch helfen.

Spinnmilben / Spider Mites – Schädlingsbefall

Eines der größten Probleme, mit denen man beim Cannabis Anbau konfrontiert werden kann, sind Spinnmilben. Spinnmilben vermehren sich sehr schnell und erreichen das Erwachsenenalter in nur etwa fünf Tagen. Es ist also leicht möglich in kurzer Zeit mit diesen Schädlingen förmlich bombardiert zu werden. Spinnmilben ernähren sich im Allgemeinen von der Pflanze und entziehen ihr große Mengen Chlorophyll, bis die Pflanze ihre gesamte Energie verloren hat. Dies kann ganze Ernten vernichten, wenn es nicht kontrolliert wird. Für dieses Problem gibt es zahlreiche natürliche Mittel, darunter die Raubtiere wie der Marienkäfer. Wenn man keine Marienkäfer zur Verfügung hat, kann man welche kaufen, um die Spinnmilbenpopulation einzudämmen.


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Cannabis Spinnmilben Befall

Fransenflügler / Thripse – Schädlingsbefall

Thripse sind sehr kleine Insekten, aber sie können dem Anbau großen Schaden zufügen. Sie ernähren sich vor allem von beginnenden Blüten, was bedeutet, dass die Blütephase der Pflanze stark beeinträchtigt wird. Sie sind auch als Krankheitsüberträger bekannt und verbreiten Viren von einer Pflanze zur nächsten. Diese können potenziell tödlicher sein als die Thripse selbst.
Bei der Vermeidung von Thripsen kommt es auf eine gute vorbeugende Pflege an. Die Verwendung eines hochwertigen Komposts kann ein gutes Mittel sein, um einen Befall mit Thripsen zu vermeiden. Wenn sie bereits in den Garten eingedrungen sind, dann brauch man natürlich andere Mittel, um sie zu beseitigen. Sie können die Pflanzen auch einfach schütteln, dies ist ein guter Anfang.

Mottenschildläuse – Schädlingsbefall

Mottenschildläuse sind kleine, aber äußerst schädliche Kreaturen, die eine ganze Ernte vernichten können, wenn man nicht aufpasst. Sie verstecken sich auf der Unterseite der Blätter, fressen das grüne Material und können Krankheiten verbreiten. Das ist sogar ihr größter Nachteil: die Neigung, Krankheiten zu übertragen! Diese kleinen Kreaturen sind äußerst mobil und können sich schnell von Stelle zu Stelle bewegen. Die beste Vorsorge gegen die Motte ist, erst keine an die Pflanzen zu lassen.
Das Pflanzen von Blumen wie Zinnien ist eine gute Möglichkeit, Kolibris und Raubinsekten anzulocken. Wenn es jedoch schon zu spät ist, kann man immer noch natürliche Mittel wie Knoblauch verwenden, um die Weiße Fliege zu vertreiben.

Vögel – Retter & Möglicher Schädling (Outdoor)

Unter den meisten Umständen helfen Vögel dabei, Schädlinge aus dem Anbau fernzuhalten. Sie fressen gerne Raupen, Würmer und andere Kreaturen, die sich an der Pflanze einnisten wollen.
Aber Vögel können auch versuchen, den Anbau zu zerstören, bevor er überhaupt richtig begonnen hat. Das Problem sind die Samen, da Vögel diese gerne fressen. Hier hilft eine Vogelscheuche, ein Netz oder Gitter über den Pflanzen.

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