Durch den Schwarzmarkt gibt es bei Cannabis und auch anderen Drogen keine Kontrollen auf Verunreinigungen, Pestizide oder Streckmittel. Gerade im Bereich Cannabis sah man in den vergangenen Jahren einen Zuwachs an gestrecktem Produkten. Viele fragen sich nun, welche Streckmittel es gibt und wie man sie erkennen kann? Wir haben hier unsere Erfahrungen zusammen gefasst und wollen dafür sorgen, das auch du einen besseren Einblick erhälst.

Wieso Streckt Man Cannabis?

Diese Frage sollte fast selbsterklärend sein – kurz und knapp: Es soll den Gewinn/ die Menge erhöhen. Hierbei lässt sich aber nochmal unterscheiden, ob das Cannabis direkt vom Grower verunreinigt wurde, oder vom „Straßenverkäufer“. Der Produzent hat bessere und mehr Möglichkeiten, damit die Verunreinigung nicht sofort entdeckt wird.



Welche Cannabis Streckmittel Gibt Es?

In der Regel gibt es einige Mittel um Cannabis zu strecken. Die bekanntesten sind folgende:

PK13/PK14

Die oben genannten Namen sind eigentlich Dünger, welche man während der Blüte benutzt, damit die Pflanze schöne Blüten produziert. Bei richtiger Anwendung ist der Dünger absolut unbedenklich und schadet weder der Pflanze noch dem Endprodukt. Problematisch ist nur, wenn man den Dünger nicht in das Erdreich, sondern auf die Pflanze/Blüten sprüht. Dadurch entsteht ein künstlicher Gewichtszuwachs. Rein vom Aussehen und Geruch ist es nur schwer zu identifizieren, ob der Dünger missbraucht wurde. Jede Cannabis Sorte hat unterschiedliche Terpene (Aromastoffe), wodurch es durch den Geruchstest kaum/gar nicht wahrzunehmen ist. Unter dem Mikroskop findet man ebenfalls keine großen Anzeichen einer Verunreinigung.

Das können Anzeichen einer PK13/PK14 Verunreinigung sein:

  • Kopfschmerzen
  • Unangenehme Wirkung

PK13/14 Dünger

Das Bekannte Cannabis Streckmittel Namens „Brix“

Brix ist unserer Meinung nach eines der beliebtesten Streckmittel in der Szene. Zuerst einmal ist Brix eine Flüssigkeit, welche rein zum Strecken von Cannabis hergestellt wurde. Inhalt des Mittels ist eine Mischung aus Plastik und anderen Zusatzstoffen. In der Regel werden die Blüten in die Flüssigkeit eingetaucht oder mit einer Flasche besprüht. Seit neustem haben wir auch Fälle entdeckt, wo nicht alle Blüten verunreinigt waren, sondern nur teilweise. Ebenfalls beliebt und sehr unauffällig ist, dass die Produzenten die Buds während der Blüte regelmäßig besprüht und gegen ende es unterlässt. So haben wir die Gefahr, dass die Blüte im Inneren verunreinigt ist, aber außen herum es relativ normal aussieht.

So Erkennt man Brix

Brix ist eines der Streckmittel, welches sich relativ leicht identifizieren lässt. Als erstes schaut man sich die Blüten:

  • Verbrixtes Gras ist häufig feucht, auch wenn man es eine Weile trocknen lässt. Es wirkt sehr harzig und klebt an den Fingern.
  • Der Geruch kann normal sein! Hier kommt es auf die Menge des Brix drauf an.
  • Unter einem Mikroskop kann man eine Film erkennen, der wie Frischhaltefolie über dem Bud liegt.

Nach dem ersten Eindruck kann man ebenfalls noch einen test an der Asche und des Brennverhaltens durchführen:

  • Die Asche von verbrixtem Weed ist schwarz und hart.
  • Wenn man die Asche zwischen den Fingern verreibt, dann entsteht ein öliger Film auf den Fingern
  • Beim Abbrennen kommt es zu kleinen funken, welche sich anhören wie eine Wunderkerze.

Gesundheitliche Risiken Von Brix:

Das inhalieren von Plastik ist sehr schlecht für die Lunge und den Körper, oft kommt es zu Kopfschmerzen, Übelkeit und Unwohlsein. Wir empfehlen bei Verdacht die oben genannten Tests durchzuführen und im Zweifelsfall sollte man es wegwerfen!

Cannabis Mit Brix und Ölfilter

Zucker

Zucker kann ebenfalls benutzt werden um das Gewicht von den Blüten künstlich zu erhöhen. Oft nimmt man dafür Zuckerwasser, welches man einfach auf die Blüten sprüht und trocknen lässt. Aus gesundheitlicher Sicht ist es mit hohen Risiken verbunden, da Zucker die Lunge verkleben kann und weitere Risiken birgt. Dies kann zu chronischen Erkrankungen führen. Erkennen lässt sich eine Verunreinigung durch Zuckerwasser recht einfach. Man nimmt einen Bud und hält seine Zunge dran. Zucker würde man sofort schmecken, da Cannabis im rohen Zustand nicht süß schmeckt – sondern nach Pflanze.

Synthetische Cannabinoide

Synthetische Cannabinoide sind auch bekannt als Legal Highs und sollen eine Droge (in diesem Fall Cannabis) von der Wirkung her nachahmen. Diese Synthetischen Cannabinoide haben nichts mit der Cannabis Pflanze zu tun. Diese Stoffe entstehen in Labors (Russland, China, usw) und sind in der Regel ein weißes Pulver. Mit Wasser vermischt man dieses Pulver dann und sprüht es auf Kräuter, Gewürze oder eben Cannabis. Man erweckt dadurch den Anschein, dass das Produkt stark sein soll, dabei  ist es nicht die Wirkung von THC, sondern Stoffen die man unter anderem JWH, AM, UR nennt.

Wie Erkennt Man Diese Stoffe & Welche Gefahren Bergen Sie

In der Regel ist es schwer diese Stoffe zu erkennen. Jemand der schon öfter die Erfahrung mit Cannabis hatte, weiß in etwa die Wirkung. Synthetische Cannabinoide wirken ähnlich, jedoch lässt sich manchmal ein Unterschied in der Wirkung feststellen. Hier muss man auf sein Bauchgefühl hören.

Aus gesundheitlicher Sicht sind diese Stoffe sogar tödlich und können zum Herzstillstand oder Atemdepression führen. Es gab schon einige Todesfälle durch research chemicals/legal highs, weshalb man die Gefahr nicht unterschätzen darf!

JWH als Streckmittel von Cannabis

Sonstige Streckmittel

Neben den oben genannten Streckmitteln hat man auch schon etwas von Glas und Blei gehört. Auch Schimmel ist nicht ganz ungefährlich, aber dies kann von der falschen Lagerung kommen. Bei Blei und Glas benötigt man ein Mikroskop, dann kann man solche Verunreinigungen erkennen. Wir raten hier definitiv vom Konsum ab!


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