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Cannabis Und Träumen: Wie Der Konsum Träume Beeinflusst

Die Menschen konsumieren seit langem Cannabis gegen ihre Schlafstörungen. Sie finden, dass es ihnen hilft, einen besseren, längeren und erholsameren Schlaf zu haben. Überraschenderweise erleben sie auch weniger lebendige Träume, wenn sie Cannabis rauchen. Aber wie kann das Rauchen von Cannabis Träume verhindern, und was ist die klinische Bedeutung dahinter?



Die Phasen Des Schlafes

Es gibt vier Phasen des Schlafes; die ersten drei Phasen gehören zum Nicht-REM-Schlaf und die letzte Phase ist der REM-Schlaf. Wir haben etwa vier bis fünf Zyklen dieser Phasen pro Nacht.

  • Die erste Stufe dauert ca. 10 Minuten. Es bereitet dich auf die zweite Stufe vor. Deine Muskeln entspannen sich und dein Denkprozess verlangsamt sich, aber jeder Stimulus kann dich leicht aufwecken.
  • Die zweite Stufe wird als Leichtschlaf bezeichnet. Ihre Muskeln sind noch entspannter, und Ihre Pulsfrequenz und Atmung verlangsamen sich, während sich Ihr Körper auf den Tiefschlaf vorbereitet.
  • Die dritte Stufe ist der Tiefschlaf. In diesem Stadium nimmt sich der Körper die Zeit, sich zu heilen und zu reparieren. Es gibt in dieser Phase keine Träume, und es wäre ziemlich schwierig, dich zu wecken, wenn du in einem tiefen Schlaf bist.
  • Die vierte Stufe ist der REM-Schlaf (rapid eye movement). Diese Phase bereitet deinen Körper auf das Aufwachen vor. Wenn Sie dies tun, wird das Gehirn aktiver, und Ihre Atmung und Ihre Pulsfrequenz beginnen sich zu verbessern. Es ist auch in dieser Phase, in der Träume entstehen, einige von ihnen sind so intensiv und lebendig, dass man sich leicht daran erinnern kann, wenn man erwacht.

Cannabis Effekt Auf Den REM-Schlaf

Cannabis kann den normalen Schlafzyklus unterbrechen, indem es den REM-Schlaf unterdrückt. Durch die Verringerung des REM-Schlafes bleibt man länger in der Tiefschlafphase und haben einen besseren, entspannteren Schlaf. Da deine Tiefschlafphase verlängert wird, erlebst du auch weniger Träume.

Wie Also Verhindert Cannabis Die Träume?

Es ist unklar, wie genau, aber eine Studie aus dem Jahr 1975 zeigte, dass eine hohe Dosierung von THC in der Lage war, schnelle Augenbewegungen während des Schlafes signifikant zu reduzieren. Verminderte Augenbewegungen wiederum führten zu einer Verkürzung der REM-Schlafdauer. Diese Ergebnisse wurden über EKG-Messungen erfasst.

Die gleiche Studie zeigte jedoch auch, dass die Unterbrechung des Konsums zu einem Phänomen führte, das als “Rebound-Effekt” bezeichnet wird. Dies bedeutet eine Zunahme der REM-Aktivitäten und mehr Schlafstörungen.

Klinische Bedeutung

Zahlreiche Studien über die Wirkung von Cannabis auf den Schlaf wurden bereits durchgeführt, und anekdotische Geschichten haben die Tatsache bestätigt, dass Cannabis ihnen einen besseren Schlaf verschafft und die Zahl der Träume reduziert hat.

Insbesondere eine bemerkenswerte Studie zeigte, wie Cannabidiol, der nicht-psychotische Wirkstoff in Cannabis, Parkinson-Patienten helfen kann, die an REM-Schlafverhaltensstörungen oder RBD leiden.

RBD, dessen genaue Ursache unbekannt ist, ist eine Art von Schlafproblem, das bei Menschen mit degenerativen neurologischen Störungen, einschließlich der Parkinson-Krankheit, häufig auftritt. Es ist gekennzeichnet durch lebendige, oft gewalttätige Alpträume, bei denen der Patient das, was auch immer in seinen Träumen passiert, körperlich ausführt.

CBD Ebenfalls Wichtig

CBD, so die Studie, konnte die Symptome von RBD reduzieren. Die Teilnehmer berichteten über eine verminderte Häufigkeit ihrer RBD-Symptome (Schlagen, Drücken, Treten, Schreien, Fluchen, etc.) nach der CBD-Verabreichung.

In einer unveröffentlichten Studie konnte das Rauchen von Cannabis israelischen Kriegsveteranen helfen, ihre Symptome einer posttraumatischen Belastungsstörung, einschließlich wiederkehrender Albträume, zu kontrollieren.

Eine Studie über orale THC und PTBS bestätigte diesen Befund ebenfalls. Die Teilnehmer berichteten von einer signifikanten Verbesserung nicht nur ihrer PTBS-Symptome und der Schlafqualität, sondern auch von einer Verringerung der Häufigkeit ihrer Alpträume.

Der Schlaf ist unerlässlich, insbesondere im Tiefschlafbereich. Ohne sie erhalten unsere Zellen nicht die Zeit, die sie brauchen, um sich zu erholen und nach Verletzungen zu reparieren. Aber viele Faktoren verhindern, dass wir einen erholsamen Schlaf haben – chronische Krankheiten, Schlafstörungen wie Schlaflosigkeit und RBD, Alpträume durch PTBS. Schlafentzug kann unsere Gesundheit beeinträchtigen und jeden medizinischen Zustand, den wir haben, verschlimmern.

Cannabis, wie in diesen Studien nachgewiesen, beeinflusst den Schlaf und die Träume. Es kann die Tiefschlafphase verbessern, indem es die REM-Aktivitäten und die REM-Schlafdauer verringert; und damit auch die Entwicklung von Träumen und Alpträumen unterdrückt. Aufgrund dieses Effekts kann Cannabis eine perfekte alternative Therapie für Menschen mit Schlafstörungen sein.

Fazit

Die Fakten sind ziemlich einfach: Menschen, die Cannabis konsumieren, neigen dazu, den REM-Schlaf zu unterdrücken; daher haben sie weniger REM-Schlaf. Wenn du weniger REM-Schlaf hast, wirst du auch weniger Träume haben, denn wie erklärt, passieren Träume nur während des REM-Schlafes. Also, für eine lange Zeit haben die Menschen das nicht erkannt, aber sobald man aufhört, Cannabis zu konsumieren, kann es ein Rebound-Phänomen geben, bei dem man sehr lebendige Träume erleben kann.

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