Krankenkassen: Kein Cannabis Trotz Rezept ?

Vor gut einem Jahr, wurde das neue Gesetzt, welches zur Vereinfachung von Cannabis in der Medizin dienen soll, verabschiedet. Am 10.04.2018 wurde von Frontal-21 die Aktuelle Lage widergespiegelt und ob das Neue Gesetz seinen Zweck erfüllt. Cannabis in der Medizin hat stark an Interesse gewonnen. Mehr als 19.000 Anträge sind bei den Krankenkassen bereits eingegangen.



Thorsten – Der Schmerzpatient

Thorsten Neumann ist Schmerzpatient, auf Grund eines Unfalls leidet er unter starken Schmerzen. Er ist deshalb auch in seinem Alltag eingeschränkt. Anfangs wurde er mit der normalen Schulmedizin, wie Schmerzmitteln und Opiaten behandelt. Leider ergaben die Medikamente nicht den erwünschten Effekt und es kam zu teilweisen starken Nebenwirkungen.

Sein Arzt wollte eine schonende Medikation ausprobieren, deshalb stellte der Arzt schon vor der Gesetzesänderung den Antrag auf eine Ausnahmegenehmigung bei der BfArM. Dieser Antrag wurde auch genehmigt. Cannabis half Thorsten deutlich besser als die bisherigen Medikamente, gerade wegen den geringen Nebenwirkungen.

Leider entstehen dadurch jährliche Kosten von 15.000 EUR, weshalb er schon einen Kredit aufnehmen musste und kurz vor dem Hartz 4 stand. Der Zugang zu Cannabis Medikamenten sollte durch die Gesetzesänderung vereinfacht werden. Ebenfalls sollen Krankenkassen ihren Patienten die Möglichkeit bieten, die Kosten für die Behandlung zu übernehmen. Nur in begründeten Ausnahmefällen darf dies eigentlich abgelehnt werden.

Keine Kostenübernahme Der Krankenkassen

Die Realität sieht leider deutlich anders aus, gut 36-44% aller Anträge auf Kostenübernahme werden von den Krankenkassen abgelehnt. So musste auch Thorsten bitterlich erfahren, dass seine Krankenkasse (MDK) die Kosten nicht übernimmt. Dies ist nach seinem Arzt nicht nachvollziehbar und wird von der Krankenkasse wie folgt begründet:

“Der MDK teilte uns mit, dass der Einsatz von Cannabis-Blüten nicht notwendig, nicht unbedenklich und nicht wirtschaftlich sei”

In vielen der Fälle sind Ablehnungen total unbegründet. Oft werden Aussagen getroffen, dass Patienten nicht alle alternativen Möglichkeiten in betracht gezogen haben. Laut Professor Nastawek (Leiter einer Schmerzabulanz) ist dies ein Eingriff in die Therapiefreiheit.

Aktuelle Situation Vieler Patienten

Frontal-21 nimmt zu diesem Thema Stellung in einer 8 minütigen Berichterstattung über die aktuelle Situation vieler Patienten – Das Video wurde mittlerweile entfernt. Abzuwarten bleibt, ob sich in Zukunft etwas an dieser Problematik ändern wird.


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