Was Ist THC: Alles Über Das Cannabinoid Tetrahydrocannabinol

THC (Tetrahydrocannabinol) ist mit unter die wichtigste chemische Verbindung (Cannabinoid) in der Cannabis Pflanze. Es ist bekannt für seine psychoaktiven, aber auch medizinischen Wirkungen. Das Cannabinoid verändert den mentalen Zustand des Konsumenten, und ist somit im Freizeitkonsum besonders beliebt. Aber gerade THC ist für die medizinische Anwendung interessant, da es viele verschieden Indikationmöglichkeiten gibt.

Während das Interesse an anderen Cannabinoiden zunimmt, neigt der allgemeine Trend des legalen Cannabis Marktes immer noch zu einem hohen THC-Gehalt, da es den “größten” medizinischen Nutzen bietet. Aber auch CBD (Cannabidiol) wird gerade in der Medizin immer interessanter, da es im Vergleich zu Tetrahydrocannabinol keine Rauschzustände verursachen kann.



Wie Wirkt THC (Tetrahydrocannabinol)

THC ist das Cannabinoid, welches ein “high” oder “Stoned” Gefühl verursachen kann. Tetrahydrocannabinol ist die Chemische Verbindung, welche die höchste Konzentration in der Cannabis Pflanze aufweist. Mittlerweile gibt es jedoch eine Menge Sorten, bei welchen der CBD anteil Dominiert.

Das Cannabinoid wird durch den Blutkreislauf in das Hirn Befördert. Dort setzt es im Gehirn an den CB1 und CB2 Rezeptoren an und beeinflusst dadurch das Verhalten, Gedächtnis, die Wahrnehmung, Zeitgefühl und Koordination.

Die Wirkung ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich, deshalb haben wir hier die häufigsten Kurz- und Langzeitnebenwirkungen zusammengefasst.

tetrahydrocannabinol mit Kreide auf Tafel gemalt

Kurzzeitwirkungen Von THC

Unter den Kurzzeitwirkungen versteht man die Wirkung während und die Zeit nach dem Konsum. Dies sind die meist wahrgenommenen Kurzzeitwirkungen von THC. Man fühlt sich möglicherweise:

  • Entstannt
  • Gut gelaunt
  • Sediert
  • Weniger schmerzempfindlich
  • Vergesslich
  • Energiegeladen
  • Hungrig
  • Müde/Schläfrig
  • Unruhig
  • Lustig
  • Schwindelig
  • Übel
  • Verlangsamt
  • Ängstlich
  • “Psychotisch”

Ebenfalls  häufige Symptome sind die rote Augen, erhöhte Herzfrequenz, Mundtrockenheit und Demotivation, aufgrund der sedierenden Wirkung. Die Kurzzeitwirkungen können als angenehm, oder weniger angenehm empfunden werden, dies muss der Konsument für sich selbst in Erfahrung stellen. Wir möchten darauf Hinweisen, bei Notfällen einen Arzt aufzusuchen. Jedoch braucht ihr keine Angst haben, an einer Überdosis zu sterben, denn dies ist in der Praxis nicht möglich.

Langzeitwirkungen Von THC

Für zuverlässige Angaben mangelt es an Studien und Forschungen im diesem Bereich. Es ist nur häufig die Rede, dass der Konsum das Risiko an einer Psychose zu erkranken erhöht. Dies ging aus einer Studie von 2016 hervor, somit sollen “anfällige Personen”  im schnitt 3 Jahre früher erkranken. Ebenfalls ist von einer Beeinflussung des Gedächtnis die Rede, dazu wurde von der  JAMA International Medicine Journal eine Studie angefertigt. Somit sollen die Teilnehmer pro 5 Jahre Konsum, ein Wort aus einer 15 Wörter Liste vergessen haben.

Wir möchten anmerken, dass das Leben in einer Großstadt die Anfälligkeit für gewisse Krankheiten erhöht.  Aus einer Studie des ZI Mannheim ging hervor, dass Städter 19% häufiger an Angststörungen erkranken und 39% häufiger an Depressionen – Im Vergleich zu Landbewohnern.

Cannabispflanzen indoor werden mit wasser gegossen

Das Abhängigkeitspotenzial

Wer regelmäßig oder sogar täglich THC Dosen zu sich nimmt, bei dem “kann” es zu einer gewissen Abhängigkeit komme. Dies lässt sich jedoch nicht mit starken Drogen wie Heroin oder Kokain vergleichen. Wie bei allen berauschenden Mitteln, kommt es häufig auf dem Umgang mit dieser Substanz an. Für die Entwicklung einer Sucht spielen verschiedene Faktoren eine Rolle.

Ein wichtiger Aspekt, welcher noch erwähnt werden sollte ist, dass es Unterschiede zwischen dem Freizeitkonsum und einer medizinischen Indikation gibt. Der Konsum führt nicht zwangsläufig zu einer Sucht.

Der Medizinische Nutzen

Mittlerweile ist es kein Geheimnis mehr, dass Tetrahydrocannabinol auch in der Medizin eine enormen Nutzen hat. In vielen US Bundesstaaten ist der medizinische Gebrauch von Cannabis komplett legal und ein Milliardenmarkt. Die häufigsten Indikationsgebiete von THC in der Medizin sind:

  • Chronische Schmerzen
  • PTBS
  • Krebs/Aids
  • Glaukom
  • Epilepsie und Spastik
  • Schlafstörungen
  • Asthma
  • Entzugssymptome
  • Psychiatrische Erkrankungen

THC Und THCa

THCa (Tetrahydrocannabinolsäure), ist ein nicht psychoaktives Cannabinoid, das in rohem, lebendem Cannabis vorkommt. THCa wird unter Einfluss von Wärme in THC umgewandelt. Das kann beispielsweise beim Rauchen oder Vaping sein. Während die Wirkungen von THCa relativ unbekannt sind, enthält es wahrscheinlich viele der gleichen Vorteile von THC, die entzündungshemmende, neuroprotektive, antiemetische und antiproliferative Eigenschaften umfasst.

Das Eher Unbekannte Cannabinoid THCv

THCv, Tetrahydrocannabivarin, hat eine einzigartige Reihe von Eigenschaften. Es wird berichtet, dass THCv in größeren Dosen folgende Wirkungen haben kann:

  • psychoaktive Aktivität
  • energetischer Rausch
  • Appetitzügler – im Gegensatz zu THC, was ein Appetitanreger ist
  • Stimulierung des Knochenwachstums

THC Und Synthisches THC (Legal Highs)

Oft finde man im Internet synthetisches THC, welches als Kräuter oder Räuschermischungen verkauft werden. Laut ihren Angaben ist es völlig Legal in Deutschland und soll ähnliches wie Cannabis wirken. Wir möchten darauf hinweisen, dass diese “Legal Highs” rein gar nichts mit Cannabis zu tun hat. Oft sind es Chemikalien, welche eine gewisse Wirkung, wie die von Cannabis nachahmen sollen. An diesen Legal Highs sterben täglich Menschen, weil sie unerwartete Wirkungen erzeugen können.

Doktor hält cannabis blatt in den händen


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