Die moderne wissenschaftliche Untersuchung über rote Augen und Kiffen ist endlich gelöst. Wir wissen jetzt, dass Cannabinoide Reaktionen innerhalb der Blutzellen auslösen. THC (Tetrahydrocannabinol) löst speziell die Vasodilatation (Ausdehnung oder Erweiterung) oder die Öffnung der Blutzellen aus. Erweiterte Zellen bedeuten mehr Blutfluss und mehr Blut unter der Oberfläche der Augen.

Rote und gereizte Augen sind seit langem der Fluch des auf Diskretion bedachten Kiffers. Diese Beziehung zwischen roten Augen und Kiffen ist so bekannt, dass blutunterlaufene Augen das sind, was wir vom typischen Kiffer erwarten (Gesellschaftlich gesehen).

Aber während die Cannabis-Gemeinschaft schon lange über die roten Augen bescheid weiß, gab es schon immer einige grundlegende Fragen:

  1. Warum macht Kiffen die Augen überhaupt rot?
  2. Gibt es Risiken für blutunterlaufene Augen durch Cannabiskonsum?
  3. Was man man nach dem Kiffen tun, damit die roten Augen verschwinden?


Die Wissenschaft: Warum Macht Kiffen Die Augen Rot?

Laut der Studie „Acute Effects of Smoked and Vaporized Cannabis in Healthy Adults Who Infrequently Use Cannabis„, die 2018 veröffentlicht wurde, hängen die Nebenwirkungen nach dem Konsum von der Dosis und der Art der Verabreichung ab. Diese kleine Studie, die mit 17 Cannabis-affinen Teilnehmern arbeitete, testete zwei THC-Dosisgrößen (10 mg und 25 mg) und ebenfalls das Rauchen und das Verdampfen.

Die Forscher fanden heraus, dass die größere THC-Dosis (geraucht oder verdampft) zu mehr roten und gereizten Augen führte. Das ist keine Überraschung. Was noch mehr ist? Das Dampfen von THC führte zu mehr roten und gereizten Augen, egal in welcher Dosis. So hatten die Teilnehmer, die die hohe Dosis von 25 mg verdampft hatten, signifikant mehr blutunterlaufene Augen als alle anderen Gruppen.

Es ist zwar schön und gut zu wissen, dass die Art der Einnahme und die Höhe der Dosis einen Einfluss auf blutunterlaufene Augen haben, aber was ist der biologische Mechanismus, der hier im Spiel ist? Vor langer Zeit stellten Kiffer die Theorie auf, dass es nur der Rauch ist, der die Augen reizt, aber dank des Aufstiegs von rauchfreiem Weed (wie Esswaren und Vape-Pens) wissen wir, dass dies nicht länger eine mögliche Erklärung ist.

Der wahre Grund, warum rote Augen vom Kiffen häufig sind, ist die Vasoreaktivität der Cannabinoide. Vasoreaktivität beschreibt unterschiedliche Reaktionen in den Blutgefäßen auf verschiedene Verbindungen. Einige Cannabinoide, wie THC, sind Vasodilatatoren, also Verbindungen, die die Blutgefäße öffnen. Andere Cannabinoide sind Vasokonstriktoren (verengen die Blutgefäße).

THC ist ein bekannter Vasodilatator, das heißt, es entspannt und erweitert die Blutgefäße. Dies ermöglicht einen erhöhten Blutfluss. Technisch gesehen verursacht THC eine Vasodilatation im ganzen Körper, vom Herz-Kreislauf-System bis zum Verdauungssystem, aber wir sehen die Beweise im Allgemeinen nicht.
Nur wenn die Blutzellen in unseren Augen nach dem Konsum von Gras gefäßerweitert werden, erscheinen die verräterischen roten Augen. Das liegt daran, dass die Blutgefäße auf der Oberfläche unserer Augen mit leuchtend rotem Blut überflutet werden.

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Kiffen verursacht rote & gereizte Augen – Diese Abhilfen Helfen

  1. Augentropfen: Die bewährte Methode, um Rötungen zu reduzieren, ist die Anwendung von Augentropfen. Marken wie Visine haben sich wohl dank der Millionen von Kiffern, die das Produkt verwenden, im Geschäft gehalten. Visine befeuchtet die Augen, um Irritationen zu reduzieren und kann helfen, die Blutgefäße zu verengen.
  2. Sonnenbrille: Der schlimmste Fall? Ziehen Sie eine Sonnenbrille auf. Wenn es Nacht ist, ist diese Lösung natürlich nicht ideal. Aber wenn Sie an einem sonnigen Tag draußen sind, deckt die Sonnenbrille jede Augenreizung ab, bis sie verschwindet.
  3. Abwarten: Auch wenn es vielleicht nicht für jeden eine Option ist, ist die einzige wirkliche Möglichkeit, die Rötung nach dem Kiffen zu reduzieren, es abzuwarten. Wenn die Wirkung des Kiffens nachlässt, wird auch die Gefäßerweiterung nachlassen > Schlafen: Wer eine unangenehme Konfrontation vermeiden möchte, sollte einfach etwas Schlafen. Dies ist meist sehr effektiv!
  4. Essen: Auch Essen kann helfen und meistens fühlt man sich danach etwas klarer und fitter.
  5. Sonstiges: Versuche mit verschiedenen Sorten, Cannabinoiden (CBD) und Produkten zu experimentieren. Im Notfall kann man immer ein Fläschchen Visine einpacken und somit auf Nummer Sicher gehen.

Von WeedHack